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Jean-Baptiste Simeon Chardin

Paris 1966 - Paris 1779


Jean Baptiste-Siméon Chardin wird am 2. November 1699 im Pariser Künstlerviertel Saint-Germain-des-Prés geboren. Da Jean der älteste Sohn eines Tischlermeisters, der für den König Billardtische anfertigte, ist, sollt Jean Baptiste-Siméon Chardin natürlich den väterlichen Betrieb übernehmen und bekommt daher eine handwerkliche Ausbildung. Aber bald zeigt sich, das sein Malerisches Talent sein handwerkliches übertrifft. Deshalb schickt sein Vater Jean Baptiste-Siméon Chardin mit 19 in das Ateliers von Pierre-Jacques Cazes. Seine künstlerische Ausbildung setzte er bei Noël-Nicolas Coypel fort, der in ihm das Interesse am Stilleben erweckt. Trotz dieser Lehrjahre aber bleibt Jean Baptiste-Siméon Chardin weitgehend Autodidakt.
1724 wird Jean Baptiste-Siméon Chardin Meister der St.-Lukas-Gilde und im selben Jahr lernt er Marguerite Saintard kennen. Die geplante Hochzeit aber findet wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage Chardins vorerst nicht statt. Erst als Jean Baptiste-Siméon Chardin im September 1728 nach einigen erfolglosen Ausstellungen in die Académie Royale aufgenommen wird, verbessert sich seine Lage geringfügig, so dass 1731 die Hochzeit stattfinden konnte. Chardin arbeitet dann bis 1735 in Fontainebleau in Auftrag von Jean-Baptiste Loo, wo er an der Restaurierung von Gemälden mitwirkt und einige Genreszenen malt. Doch das Glück, dass er dort mit seiner Frau und seinen beiden Kindern erlebt, endet abrupt - 1735 stirbt Marguerite.
Nach dem Tod seiner Frau ändert sich auch der Stil Chardins - er wendet sich der Figurenmalerei zu und seine Werke erhalten eine große Popularität. Nach 1740 arbeitet Chardin nicht nur für Auftraggeber aus dem Bürgertum, er erhält immer mehr Aufträge auch aus adeligen Kreisen. Mit der Heirat der kinderlosen Witwe Marguerite Pouget entspannt sich die finanzielle Lage Chardins erheblich. Gleichzeitig etabliert er als Maler sich am Hof, 1743 erhält er den Rang des Conseiller der Akademie, später als Schatzmeister. Spätestens ab 1755 ist Chardins Anerkennung als Maler am Hofe endgültig vollzogen. Aber bald erkrankt Jean Baptiste-Siméon Chardin. Gallensteine und abnehmende Sehkraft erschweren seine Arbeit. Ab 1770 wird seine Position am Hof geringer, das Interesse an seiner Arbeit lässt nach. Wegen seiner körperlichen Gebrechen verlegt er sich ohnehin fast ausschließlich in die Pastellmalerei.
1779 stirbt Jean Baptiste-Siméon Chardin in Paris.


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